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Das Bodetal

...erschaffen durch die Kraft des Wassers und des Windes ist das Tal der wilden Bode im 17. und 18. Jahrhundert fast unzugänglich. Einheimischer Jäger, Holzhauer und Flößer erzwangen den Einstieg meist von oben. Zahlreiche, an Märchen grenzende Berichte, erzählen vom wilden und gefährlichen Bodetal.

 

Heute streitet man nur noch darüber, wann das Bodetal am schönsten ist. Im Frühling, wenn die Natür zu neuem Leben erwacht, im Sommer, wenn alles in sattem Grün erstrahlt oder im Herbst, mit seinem prächtigen Farbenspiel. Doch in einer sternenklaren Winternacht, wenn die aufragenden Felswände schneebedeckt sind und meterlange Eiszapfen die Simse zieren, kann man sich dem Reiz dieses Tals nicht mehr entziehen.

 

Die Entstehung des Bodetals geht einher mit der Gebirgsbildung des Harzes. Sie begann im Erdaltertum durch Ablagerungen mineralhaltiger verwitterter Gesteine (Sedimentgesteine) auf dem Meeresboden. Vor 300-285 Mio. Jahren, unter lebhaftem Vulkanismus, entstand dann mit Eindringen von Magma in feste Gesteine der Erdkruste und vieler Gebirgsfaltungsprozesse die Urform des Höhenzuges, das typische Granit- und Hornfelsmassiv "Rambergplateau". Eine letzte Gebirgsveränderung geschah vor 70 Mio. Jahren, wodurch die überschobenen Sedimente bis zur teilweisen Freilegung der Erstarrungsgesteine abgetragen wurden. Allein die Wasserkraft der Bode bestimmt von nun an die bizarre und schroffe Entwicklung des Bodetals.

 

Karte Bodetal

 

[Karte Bodetal Gross (14MB)]